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Waldbrandgefahr – was gibt es zu beachten?

Der April ist sehr warm und trocken, deshalb warnt der Deutsche Wetterdienst vor Dürre – und damit einhergehend vor Waldbrand.

Was Sie jetzt im Wald nicht machen dürfen und was Sie besonders beachten sollten – Carsten Sorg, Kreisbrandmeister des Landkreises Konstanz:

  • Waldbrand lässt sich vermeiden, indem Sie offenes Feuer vermeiden bzw. nur an dafür vorgesehenen Grillstellen Feuer machen.
  • Feuer sollte immer bewacht sein. Und Sie sollten immer Löschwasser bereithalten, um im Ernstfall sofort eingreifen zu können.
  • Ansonsten gilt das übliche Verhalten in Waldgebieten: keine brennenden Gegenstände, keine Zigaretten, keine Streichhölzer,… wegwerfen.

Was ist mit Glasflaschen? Man hört ja oft, dass dadurch Feuer entstehen kann.

Ob durch eine Art Brennglas ein Feuer entfacht werden kann, ist sehr umstritten. Da gibt es unterschiedliche Aussagen. Da man aber nicht 100% ausschließen kann, dass es nicht zu einem solchen Feuer kommen kann, soll man Glasflaschen im Wald nicht zurücklassen. Das gilt übrigens für jede Art von Müll!

Doch wie akut ist die Waldbrandgefahr bei uns hier wirklich?

Die Waldbrandgefahr ist nicht in der höchsten Stufe. Da sind andere Bundesländer deutlich mehr betroffen, wie z.B. Brandenburg oder Mecklenburg-Vorpommern. Da ist auch die Bodenbeschaffenheit anders und die Trockenheit relativ fortgeschritten. Von daher sind wir hier in der Region nicht in der obersten Gefährdungsstufe einzuordnen.

Jetzt soll es ab morgen regnen. Ist denn dann die Waldbrandgefahr gebrannt?

Das kann man so nicht sagen, die ist dann nur punktuell gebannt. Das ist nur ein Tropfen auf den heißen Stein. Wenn es nur für kurze Zeit regnet, dann ist das ganze Wasser innerhalb kürzester Zeit verschwunden, verdunstet und wird von der Vegetation aufgebraucht. Dann haben wir die gleiche Situation, wie wir sie jetzt auch haben.

Worst case, es brennt im Wald, was ist dann zu tun?

Nach dem Feuerwehrgesetz ist jeder verpflichtet, ein Feuer zu melden. Es reicht die Verständigung der nächsten Forstdienststelle, im üblichen Fall geschieht das per Telefon an die 112.