Polizei beteiligt sich an Forschungsprojekt

Das Polizeipräsidium Ravensburg beteiligt sich an einem großen Forschungsprojekt mit der Deutschen Hochschule der Polizei und der Psychologischen Hochschule Berlin. Dabei sollen Warnhinweise auf Tötungen in Partnerschaften und Familien herausgearbeitet werden.

Das Projekt hat einen sehr ernsten Hintergrund: allein 2020 wurden in Deutschland laut polizeilicher Kriminalstatistik 139 Frauen und 30 Männer von ihren aktuellen oder ehemaligen Partnerinnen oder Partnern getötet, ein Vielfaches mehr an Personen hat einen Tötungsversuch durch Angehörige überlebt.

Das neue Forschungsprojekt mit dem Titel „Polizeiliche Gefährdungsanalysen zu Tötungsdelikten in Partnerschaft und Familie“ soll dabei helfen, mögliche frühe Hinweise der Täter auf solche Taten zu erkennen. Dazu werden im Rahmen der Forschung Fallakten einschlägiger Fälle ausgewertet und es wird untersucht, mit welchen Mitteln und welchem Erfolg die Polizei bisher versucht, riskante Beziehungen zu erkennen und mit sich daraus ergebenden Gefährdungen umzugehen.

Die Erkenntnisse aus der Studie sollen dann in ein deutschlandweites Schulungskonzept umgesetzt werden, das Polizistinnen und Polizisten helfen soll, Risikofaktoren zu erkennen und Tötungsdelikte in Partnerschaften und Familien zu verhindern.