© Pfahlbaumuseum Unteruhldingen

Pfahlbau-Museum gewinnt Museumspreis

Das Pfahlbau-Museum Unteruhldingen ist Sieger der vierten Auflage des Lotto-Museumspreises Baden-Württemberg. Der mit 20.000 Euro dotierte Preis wird in Kooperation mit dem Museumsverband vergeben. 50 Museen aus dem Land nahmen an dem Wettbewerb teil. Das Jüdische Museum in Gailingen erhielt zudem einen Extra-Preis in Höhe von 5.000 Euro.

Die Macher des Pfahlbaumuseums leisten seit vielen Jahrzehnten hervorragende Arbeit. Sie ruhen sich nicht auf ihrem Erfolg aus, sondern setzen immer wieder interessante neue Akzente. Der große Zuspruch gibt den Verantwortlichen recht“, kommentierte Lotto-Geschäftsführer Georg Wacker die Entscheidung der Jury. Das Museum habe sich als regelrechter Besuchermagnet am Bodensee etabliert. „Das ist eine beeindruckende Leistung, die wir gerne mit unserem Museumspreis ehren“, so Wacker.

Das Jüdische Museum Gailingen sei der Beweis dafür, dass auch kleine Museen mit viel ehrenamtlichem Engagement und Herzblut Museumsarbeit auf höchstem Niveau leisten könnten, lobte die Jury. Religion und Kulturgeschichte seien in Gailingen hervorragend verzahnt. Die Museumsmacher würden den Blick stets über ihre eigene Ortsgeschichte hinaus richten und wertvolle Netzwerkarbeit leisten.

Der Lotto-Museumspreis wird in Kooperation mit dem Museumsverband Baden-Württemberg vergeben, dem Fachverband der Museen im Land. Einmal jährlich werden Beispiele für herausragende Ausstellungskonzepte, Neuinszenierungen, gelungene Kooperationen oder museumspädagogische Angebote in nichtstaatlichen Museen ausgezeichnet. Der Wettbewerb wurde erstmals 2015 ausgetragen. Bei der Premiere war das Ravensburger Museum Humpis-Quartier erfolgreich, 2016 das Polizeimuseum Stuttgart und im vergangenen Jahr das Schauwerk Sindelfingen. Die Preisverleihung ist am 10. November 2018 im Pfahlbaumuseum Unteruhldingen.