Aktuelle Corona-Maßnahmen in Baden-Württemberg (28.06.21)

Die wesentlichen Änderungen im Überblick:

Die neue Corona-Verordnung sieht Öffnungsschritte in vier Inzidenzstufen vor. Hier gilt als Grundlage jeweils die vom Landesgesundheitsamt veröffentlichte Sieben-Tage-Inzidenz für den jeweiligen Stadt- oder Landkreis. So werden weitergehende Öffnungen und Lockerungen bei niedrigen Inzidenzen möglich. Auf der anderen Seite können diese aber auch wieder zurückgenommen werden, wenn die Inzidenzen wieder steigen.

 

Die neuen Inzidenzstufen:

  • Inzidenzstufe 1: Sieben-Tage-Inzidenz im jeweiligen Stadt- oder Landkreis höchstens 10
  • Inzidenzstufe 2: Sieben-Tage-Inzidenz im jeweiligen Stadt- oder Landkreis über 10 und höchstens 35
  • Inzidenzstufe 3: Sieben-Tage-Inzidenz im jeweiligen Stadt- oder Landkreis über 35 und höchstens 50
  • Inzidenzstufe 4: Sieben-Tage-Inzidenz im jeweiligen Stadt- oder Landkreis über 50

 

Je nach Inzidenzstufe gelten für die unterschiedlichen Bereiche wie etwa Gastronomie, Beherbergungsbetriebe, Sportveranstaltungen, Kontaktbeschränkungen oder privaten Feiern entsprechende Auflagen. Die Stadt- und Landkreise informieren darüber, welche Inzidenzstufe vor Ort gilt.

 

Wechsel in eine niedrigere Inzidenzstufe (weitere Öffnungen):

Wenn die Sieben-Tage-Inzidenz im jeweiligen Stadt- oder Landkreis den Wert der niedrigeren Stufe an fünf aufeinanderfolgenden Tagen unterschreitet, treten die Lockerungen der niedrigeren Stufe am Tag nach der Bekanntmachung durch das örtliche Gesundheitsamt in Kraft.

 

Wechsel in eine höhere Inzidenzstufe (Rücknahme von Öffnungen):

Wenn die Sieben-Tage-Inzidenz im jeweiligen Stadt- oder Landkreis den Wert der höheren Stufe an fünf aufeinanderfolgenden Tagen überschreitet, treten die Regelungen der höheren Stufen am Tag nach der Bekanntmachung durch das örtliche Gesundheitsamt in Kraft.

 

Allgemeine Kontaktbeschränkungen:

Die Kontaktbeschränkungen richten sich nach der Sieben-Tage-Inzidenz im jeweiligen Stadt- oder Landkreis.
In allen vier Stufen gilt generell:

  • Paare, die nicht in einem Haushalt zusammenleben, werden als ein Haushalt gezählt
  • Sollte ein Haushalt bereits aus der maximal zulässigen Personenanzahl oder mehr Personen bestehen, so darf sich dieser Haushalt mit einer weiteren nicht dem Haushalt angehörigen Person treffen
  • Geimpfte und genesene Personen bleiben bei der Ermittlung der maximal zulässigen Personenzahl und der Haushalte unberücksichtigt
  • Im Rahmen der sozialen Fürsorge, Härtefällen oder ähnlich gewichtigen und unabweisbaren Gründen, wie zum Beispiel für eine persönliche Assistenz bei eingeschränkten Personen, gelten die allgemeinen Kontaktbeschränkungen nicht

 

In den einzelnen Inzidenzstufen gilt:

  • Inzidenzstufe 1: Treffen mit maximal 25 Personen, Kinder bis zur Vollendung des 14. Lebensjahres zählen bei der Personenzahl mit
  • Inzidenzstufen 2 und 3: Treffen sind mit Angehörigen des eigenen Haushalts und drei weiteren Haushalten, mit insgesamt nicht mehr als 15 Personen zulässig; Kinder der jeweiligen Haushalte und bis zu fünf weitere Kinder zählen bis zur Vollendung des 14. Lebensjahres nicht mit
  • Inzidenzstufe 4: Treffen sind mit maximal fünf Personen aus nicht mehr als zwei Haushalten erlaubt, Kinder der jeweiligen Haushalte bis zur Vollendung des 14. Lebensjahres werden nicht mitgezählt

 

Maskenpflicht:

Die Maskenpflicht gilt weiterhin. Es ist mindestens eine medizinische Maske zu tragen.

Ausnahmen von der Maskenpflicht gibt es:

  • im privaten Bereich
  • im Freien, außer der Mindestabstand von 1,5 Metern kann nicht zuverlässig eingehalten werden
  • für Kinder bis zum vollendeten sechsten Lebensjahr
  • für Personen, denen das Tragen einer medizinischen Maske aus gesundheitlichen oder sonstigen zwingenden Gründen nicht möglich oder nicht zumutbar ist (ärztliche Bescheinigung nötig)

 

In Arbeits- und Betriebsstätten gilt die SARS-CoV-2-Arbeitsschutzverordnung.